Wie man in der Flut von OEM‑Konzepten bei der EDI‑Kommunikation den Überblick behält

19. 1. 2023 | 5 Minuten Lesen

Lieferabruf (4905, 4984, DELFOR, 4A3, ANSI 830). Ja, auch so sehen Anforderungen von OEMs an die EDI-Kommunikation aus. Dabei werden hunderte Nachrichtentypen ausgetauscht, wobei jeder Hersteller andere Standards verlangt. So entstehen unterschiedlichste Konzepte, für die es einer spezifischen Einstellung des EDI-Systems bedarf.

EDI-Nachrichten zu lesen und in das geforderte Format zu übertragen, ist das eine, Logistikprozesse korrekt auszurichten, etwas ganz anderes. Wie lässt sich der Prozess so sequenzieren, dass Verwechslungen einzelner Bausteine ausgeschlossen sind? Was ist mit der Guideline vom OEM? Wie findet man einen Experten, für den die OEM-Anforderungen kein Alptraum, sondern sein täglich Brot sind? Auf derartige Fragen muss bei Vorbereitung der Kommissionierung sequenzierter Lieferungen an Automobilhersteller jeder Zulieferer eine Antwort finden.

Worin unterscheiden sich einzelne OEM-Konzepte?

Alle OEMs haben ein und dasselbe Ziel: Alles muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Die Wege zu diesem Ziel sind sehr variabel, in Hinblick auf Prozesse als auch Standards. Worin unterscheiden sie sich? In der Vorbereitung der Lieferungen, in der Berechnung von Forecasts, in der Gestalt der Labels oder der Art und Weise der Versendung von ASN, die beispielsweise von der Zusammenstellung der Paletten abhängig sind.

Während Volkswagen Abrufe an Zulieferer kumulativ unter ständigem Hinzuzählen schickt, arbeitet Stellantis mit RAN. Sie funktionieren zwar ähnlich, die Berechnung erfolgt aber über ein anderes mathematisches Modell. Damit nicht genug: Bei anderen OEMs (Renault, Hyundai, BMW, Faurecia) finden sich außerdem unterschiedliche MURN- oder PickUpSheet-Prinzipien. Gerade Stellantis verlangt von seinen Lieferanten auch eine TENOR-Validierung, bestehend in Testprozessen, die jeder Zulieferer auch dann einhalten muss, wenn sie nicht mit der letztendlichen Lieferung übereinstimmen. Wie lässt sich all das bewältigen? Ganz einfach. Der auf Automotive spezialisierte Lieferant der EDI-Lösung kennt die Besonderheiten von A bis Z und wird daher automatisch alles berücksichtigen.

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Liefersicherheit

Unternehmen in der Automobilbranche können ihre EDI-Lösung entweder in Eigenregie entwickeln oder externe Hilfe in Anspruch nehmen. Beides ist mit Risiken behaftet. Für das interne IT-Team stellen Entwicklung und Verwaltung von EDI eine große Belastung dar, aber auch eine externe Firma bietet keine Erfolgsgarantie.

Ein häufiges Problem der Zusammenarbeit mit einem externen Lieferanten besteht darin, dass auch diese spezialisierten Firmen nicht über ausreichend kompetentes Personal verfügen, um das jeweilige Projekt ordnungsgemäß und rechtzeitig zu implementieren. Neben Verzug bei der Umsetzung kommt es oft vor, dass die gelieferte Lösung bereits beim ersten „Meilenstein“ versagt, konkret dem EDI-Test mit einem OEM, d. h. der Annahme eines Testabrufs und dem Versenden einer Test-ASN.

„Durch die langjährige Ausrichtung auf die Automobilbranche verfügen wir über ein Know-how, aufgrund dessen wir die einzelnen Prozesse kennen. Unsere voreingestellten Template-Lösungen, welche die Anforderungen an das Format einer EDI-Nachricht, die sequenzielle Vorbereitung der Produktion und weitere Belange erfüllen, ermöglichen uns, vorhandene Schablonen binnen kürzester Zeit an die konkreten Prozesse des Unternehmens unseres Kunden anzupassen. So durchlief die Firma Estra dank unserer Lösung den konkreten EDI-Test mit BMW in nur drei Monaten.“

Luděk Zahálka, Project Manager, Aimtec

Integration in SAP ERP

Die rasante Automatisierung, Digitalisierung und Optimierung in der Automobilbranche führt auch zu einer schnellen Vermehrung unterschiedlichster Anforderungen der OEMs an die Zulieferer, und zwar nicht nur im Rahmen der EDI-Kommunikation. In Zeiten von Just In Time und Just In Sequence (JIT/JIS) ist es für viele Lieferanten schwierig, ihre Kommunikation anzupassen und Lieferungen an Automobilhersteller korrekt zu bewerkstelligen.

„Jeder Fall verlangt eine andere Lösung. Wir haben ein Team an Fachleuten, das Experten für einzelne Automobilhersteller und ihre spezifischen Anforderungen, beispielsweise an Labels, aber auch JIT- und JIS-Verfahren, einschließt. Dabei integrieren wir die gelieferte EDI-Lösung häufig in SAP ERP und gewährleisten die korrekte Einstellung auf beiden Seiten. Ggf. kann das gesamte JIS/JIT im Rahmen der Plattform DCIx integriert werden, welche eine vollständige vertikale und horizontale Vernetzung der Liefer-Abnehmer-Kette ermöglicht“, fügt Zahálka hinzu.

EDI-Mapping

Eine korrekte Einstellung der EDI-Kommunikation bedeutet, Fehler und damit auch Regressansprüche in Form von Lastschriften seitens OEMs zu vermeiden. Bei EDI in Gestalt einer eigenen On-Premises-Lösung sollte die Möglichkeit einer eventuellen Optimierung durch Mapping genutzt werden. EDI-Mapping überträgt strukturierte EDI-Nachrichten in eine für ERP lesbare Form und bereitet umgekehrt Daten aus ERP für das EDI-System auf, damit sie in der geforderten Struktur an den Geschäftspartner versendet werden können.

Gefährden Sie Ihr Geschäft und die Zusammenarbeit mit OEMs nicht durch Unzulänglichkeiten im EDI! Nutzen Sie die Unterstützung durch einen Experten, der die Ansprüche der OEMs bis ins Detail kennt.


Wie geht EDI? Wir beraten Sie gern.
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SABM foto

Marek Šabatka


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