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25. 10. 2018

Die Digitalisierung zahlt sich aus. Allerdings ist es notwendig, sich darauf vorzubereiten

Pilsen, 25. Oktober 2018 

Stellt die Digitalisierung einen Vorteil, oder im Gegenteil ein notwendiges Übel dar? Die Konferenz Trends der Automobillogistik 2018 brachte eine klare Antwort hierzu: Die Digitalisierung zahlt sich aus. Es muss allerdings eine gründliche Vorarbeit geleistet werden. Die Technologien werden zudem immer erschwinglicher sowie einfacher und Gesellschaften, welche nicht innovieren werden, droht der Untergang. Redner aus der Tschechischen Republik sowie dem Ausland haben in ihren Beiträgen am 10. Oktober in Pilsen aufgeführt, wie man sich auf die Einkehr der neuen Generationen sowie die ersten Digitalisierungsschritte vorbereiten sollte. Die Firma Aimtec hat hier bereits zum 19. Mal die TAL-Konferenz organisiert, dieses Jahr wieder in Zusammenarbeit mit der IHK Regensburg.

Die Konferenz Trends der Automobillogistik fokussierte sich in diesem Jahr auf das Thema der Digital Factory: Hindernis oder Gewinn? Nahezu 200 Teilnehmer aus der Branche der Fertigungs- sowie Logistikfirmen, aber auch Vertreter aus dem Bereich der Beratung sowie der fachlichen Vereinigungen hatten die Gelegenheit, sich Präsentationen über neueste Technologien anzuhören, und zudem konkrete Fallstudien aus dem alltäglichen Leben. Das Vormittagsprogramm leitete Paul Norford von der Gesellschaft Zebra Technologies ein, der seine Ansicht vorstellte, wie die heranwachsenden Generationen die Welt um uns verändern. Gerade sie wachsen in einer techologiedurchwobenen Welt heran, haben die Zeit vor der Ära der Smartphones oder Smart-TVs nicht erlebt und die Technik stellt für sie einen natürlichen Bestandteil Ihres Lebens dar. Hierauf müssen natürlich auch die Firmen reagieren, denn damit diese nicht untergehen, müssen sie ihre Produkte sowie Geschäftsmodelle innovieren.

 

Auf die junge Generation verwies auch ein weiterer Redner – Philipp Zimmermann von Franka Emika. Dieses deutsche Start-Up-Unternehmen entwickelt preislich erschwingliche sowie sichere kollaborative Modelle. Selbst Schulkinder sind in der Lage, solche Geräte zu programmieren, was eine ungeheure Änderung gegenüber dem jetzigen Zustand darstellt, in welchem die Integrierung industrieller Roboter sehr schwierig ist. Diese Fortbewegung (von großen Robotern, in deren Nähe keine Menschen arbeiten können, hin zu erschwinglichen, kooperierenden Robotern) wird einen großen Schritt voran im alltäglichen Leben darstellen. Sie wird den Menschen die Möglichkeit bieten, sich komplizierteren Tätigkeiten zu widmen und die einfacheren den Maschinen zu überlassen.

 

Den Vormittagsblock schloss Matthias Pröller von ZF ab, der die Integration von Elementen des industriellen Internet of Things (IIoT) vorstellte, und zwar sowohl bei für Logistikprozesse, als auch bei den für eine komplexe Infrastruktur gedachten Vorrichtungen, wobei hierzu auf der einen Seite Cloud-Lösungen gehören und auf der anderen Seite SAP EWM. Kleine IIoT-Tags, welche von der Tochtergesellschaft Openmatics entwickelt worden sind, ermöglichen eine einfachere sowie schnellere Kommunikation beispielweise zwischen dem Lager sowie der Fertigung. Diese Vorrichtungen sind der Beweis dafür, dass eine Fabrik dank der hinsichtlich ihrer Maße kleinen Geräte cleverer sowie flexibler werden kann.

 

Der Nachmittagsblock der Konferenz stand bereits im Namen der Fallstudien. Vertreter der Gesellschaften IAC Group, RINGFEDER und Panasonic Automotive Systems reisten an, um ihre Erfahrungen mit der Einführung neuer Systeme zu vermitteln. Jeder hatte mit anderen Herausforderungen zu kämpfen. Die IAC Group erwartete ein neues Projekt und Lieferungen komplexer Innenraumteile, deren Fertigung bei hohen Taktzahlen korrekt gesteuert werden muss. RINGFEDER ist zwar nicht Zulieferer in der Automobilbranche, jedoch muss sich diese Gesellschaft trotzdem um die Lieferung Ihrer Produkte zur exakt festgelegten Zeit kümmern. Zeitgleich hatte Sie die Digitalisierung Ihres Lagers im SAP-System zu klären. Martin Hana machte darauf aufmerksam, auf was man im Falle eines solchen Prozesses Acht geben soll. Veronika Rejmanová von der Gesellschaft Panasonic Automotive Systems stellte wiederum den Prozess der Veränderung dar, welche die Gesellschaft bei der Fertigungsplanung erlebt hat. Panasonic kümmerte sich nicht nur darum, eine große Anzahl an Fertigungstätigkeiten durchzuführen, sondern zeitgleich mit mehreren Planern auf einmal. Den Schlusspunkt bildete eine gemeinschaftliche Präsentation der Gesellschaften Sewio und Aimtec, welche eine Technologie zum Monitoring innerhalb von Gebäuden vorstellten. Sie hilft nicht nur dabei, das Scannen von Positionen zu eliminieren, sondern auch beim Steuern der Flottenbewegung in der Halle sowie bei weiteren Funktionalitäten. Die Vorteile stellten Michael Klaus (Sewio) und Rostislav Schwob (Aimtec) vor.

 

Gibt es allerding trotz der abwechslungsreichen sowie verschiedenartigen Präsentationen irgendeinen gemeinsamen Nenner, auf welchem sich alle Redner einigen würden? Ja, und derlei gibt es gleich zwei. Der erste besteht darin, dass vor jedweder Digitalisierung in jedwedem Umfang eine sorgfältige Vorbereitung erfolgen muss – eine Vorbereitung der letztendlichen Prozesse sowie der eigentlichen Einführung der neuen Technologie und Systeme. Der zweite gemeinsame Nenner bestand darin, dass eine Digitalisierung stets Menschen betrifft. Es ist notwendig, die Menschen auf die Veränderungen vorzubereiten und ihnen Zeit zu gewähren, damit sie sich mit den Neuigkeiten vertraut machen. Die neuen Technologien und Systeme sind nämlich deswegen hier, damit sie ihnen (uns) das Leben erleichtern. Und gerade dies gelingt im Falle eine korrekten sowie gründlichen Vorbereitung sowie der Auswahl geeigneter Lösungen.

 

Die Konferenz Trends der Automobillogistik (TAL) ist von der Gesellschaft Aimtec in Zusammenarbeit mit der IHK Regensburg organisiert worden. Fachpartner waren hierbei die Gesellschaften Lintech und Zebra, zu Partnern wurden die Gesellschaften Desseq, Fanuc, Openmatics und Mechatronik Kompetenz-Netzwerk.

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